Asiatisch / Asian kitchen

Nasi Goreng

In Indonesien und Malaysia Nasi Goreng, in Thailand Khao phat, in Vietnam Cơm chiên cá mặn … alle diese Gerichte mit gebratenem Reis haben einiges gemeinsam: Sie sind einfach herzustellen aber nicht simpel, köstlich, sättigend, ganz einfach dazu angetan rundum zufrieden und glücklich zu sein nach einer schönen Schale davon. Hier also nun meine Interpretation von Nasi Goreng.
(click here for english version!)

NasiGoreng

Die Zutaten für meine Variante von Nasi Goreng sind Huhn vom Vortag (hier die Oberschenkelstücke), Reis vom Vortag (nehmen wir mal an es gab gestern Reis zum Huhn 😉 ), ein paar gegarte Garnelen,  Frühlingszwiebeln und Terasi. Diese Würzpaste gibt es in verschiedenen Formen in ganz Südostasien. Sie wird aus fermentierten Garnelen hergestellt. Der Geruch ist streng, aber nicht schlecht; es empfiehlt sich nach Anbruch die Lagerung in einem luftdicht verschlossenen Behältnis. Bitte vom Geruch nicht abschrecken lassen – die Würzkraft und der typische Geschmack entschädigen dafür. Ich persönlich finde ihn auch gerade bei der Indonesischen Variante Terasi, Trassi oder der Belachan Bakkar aus Malaysia, überhaupt nicht so streng. Die in Thailand übliche Kapi ist da schon schärfer und kräftiger, ebenso die vietnamesiche Mam Tom. Auch die Ngapi aus Burma ist nicht ohne! Ich habe hier Terasi verwendet.

Ebenfalls vorbereitet werden zwei verquirlte Eier mit einer Prise Salz, für die hauchzarten Omeletts als kleine Beilage. Dazu kommen noch Tomate, Gurke und Salat für die Dekoration und als Beilage. Außerdem brauchen wir noch zwei rote Chilis, einen Teelöffel Kurkuma und eine große Knoblauchzehe, und einen Bund Koriander. Und schon geht’s los …

NasiGorengRecipe

Ein paar kleine Vorbereitungen braucht es – aber alles ist ganz schnell gemacht. Das kalte Huhn wird ausgelöst, dabei darauf achten jeden noch so kleinen Knochen oder Knorpel zu entfernen. Die würden im Gericht nachher wirklich keinen Spaß machen. Das ausgelöste Hühnchenfleisch wird in kleine Würfel bzw. Stücke geschnitten, um sich schön mit dem Reis und den anderen Zutaten vermischen zu können.

ChickenMeatNasiGoreng

Das fertige Hühnerfleisch, der Kurkuma und die jetzt bereits geschnitte Frühlingszwiebel stehen bereit. Daneben der grob zerbrochene, trockene Terasi-Kuchen, vom ursprünglichen Block abgeschnitten. Dies ist in etwa ein Zentimeter breiter Streifen von einem 5 mal 5 Zentimeter großen Stück.

KurkumaNasiGoreng

Dann werden die später kalt zum Gericht gereichten Omelett-Streifen produziert. Dazu wird das verquirlte Ei in einer nur ganz zart gefetteten Pfanne sehr dünn ausgegossen, und durch rundumschwenken gleichmäßig dick (naja, eher dünn) verteilt. Kurz auf mittlerer Hitze gebraten bleiben die Omeletts schön goldgelb und hell. Nur einmal kurz wenden, und nach dem abkühlen zusammenlegen und zu Streifen schneiden.

EggOmlettNasiGoreng

ThinOmlettStripes

Vor dem Braten im Wok wird die Terasi im Mörser zusammen mit den klein geschnitteten Chilis und der klein gehackten Knoblauchzehe zu einer möglichst homogenen Paste verarbeitet. Diese wird in Kokosöl angeröstet, nicht zu lange, in etwa zwei Minuten, damit sie nicht verbrennt.

mortar_terasi1RoastedTerasi

Jetzt kommt das Huhn dazu. Ca. zwei bis drei Minuten schön knusprig anbraten, immer rühren.

NasiGoreng1

Als nächstes geben wir Garnelen und Frühlingszwiebel hinzu. Untermischen und weitere 3 Minuten braten.

NasiGoreng2

Der Reis von Vortag wurde mit einer Gabel aufgelockert und kommt nun in den Wok. Der Kurkuma wird jetzt ebenfalls hinzugegeben und alles gut vermischt. Nochmals zwei bis drei Minuten garen.

NasiGoreng3

Zum Schluss der Garzeit von alles in allem höchstens 11 bis 12 Minuten kommt ein Schuss Ketjap manis oder ersatzweise dunkle Sojasauce hinzu, sowie der gehackte Koriander. Den Koriander kann man weglassen, ich mag es aber sehr als letztes Tüpfchen auf dem Ganzen.

NasiGoreng4

Angerichtet wird mit dem Salat, den Tomaten und Gurkenscheiben und etwas von dem geschnittenem Omlett. Yummy-yummy… 😀


English version:

In Indonesia and Malaysia Nasi Goreng, in Thailand Khao phat, in Vietnam Cơm chiên cá mặn … all these dishes with fried rice have some things in common: They are easy to do but not simple, delicious, satiable, simply created to produce a kind of happyness and well feeling once you had a nice bowl of it. So here’s now my interpretation of Nasi Goreng.

NasiGoreng

The ingredients for my variant of Nasi Goreng are chicken from the day before (in this case, pieces from the upper leg), rice from the day before (let’s assume yesterday for dinner it was chicken with rice 😉 ), some cooked shrimps, spring onions and Terasi. This spicy shrimp-paste is present in South-East-Asia in many different kinds. It is produced from fermented shrimps. The scent is strong, but not bad, so it is a good idea to keep it in an air-tight container when storing in the kitchen. Please don’t be distracted by the smell – the power of this spice and the typical taste will compensate that. I personally don’t find the smell too strong at all, especially in the Indonesian variant Terasi or Trassi and in the Malaysian one, which is called Belachan Bakkar. Kapi, which is the variant used in Thailand, is much stronger in scent and taste, as well as the Vietnamese Mam Tom is. Also Ngapi from Burma is somehow a strong variant! I have used Terasi in this dish.

For the thin Omelets from egg we prepare the egg by twirling it with a finger twist of salt. With the dish we will have some tomato, cucumber and salad. In addition to that, we need two red chilies and a piece of garlic, one table spoon of curcuma and a bunch of Asian parsley. And here we go!

Some little preparations have to be done – but everything can be done quite quickly. The cold chicken meat has to come from the bones, take care that you take away every single little bone or gristle. It would not be fun to have them in the dish later on. The chicken meat is then cut into cubes or little pieces, so that it can mix up with the rice and other ingredients later on really well.

NasiGorengMosaic1The egg is poured into a pan with only a very little of fat. By tossing around the pan a bit, the egg is distributed to an equally thick omelet (okay, it’s more likely equally thin…). On middle heat fried only shortly, and turned only once, the omelets stay nicely golden-yellow and light. After cooling down, cut the folded omelet into stripes.

The prepared chicken, curcuma and already cut spring onions are ready. The dry Terasi is processed in a mortar together with the chili and garlic to a homogenous paste. This paste is fried in coconut oil, but only short for 2 minutes, to avoid having it burned.

Add the chicken and stir-fry it for two to three minutes. Next are the shrimps and the spring onions. Again, stir and fry them for 3 minutes. The rice was scattered with a fork and gets into the wok together with the curcuma. Stir well and fry for again 2 to 3 minutes. At the end of the cooking time of altogether about 11 to 12 minutes a good shot of ketjap manis or, as a substitute, dark soy sauce is added and also the fine cut Asian parsley. If you don’t like Asian parsley, you can leave it, but I like it as an extra little garnish.

The dish is dressed with some salad, tomatoes and cucumber slices and some of the cut egg omelet. Yummy-yummy… 😀

5 replies »

    • Thank you! Hey, I just learned about your book „Breakfeast under the bodhi tree“. I once had lunch under a bodhi in Thailand, so there’s something we have in common about South East Asia. Is the book available? best greetings, Michael

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      • Sorry for the delayed response…the book is not yet available. Still undergoing final polishing, which seems to take much longer than the writing did. Several of the pieces have already been published though. Most of them are in print only, but a few are available online. You can find the links on my Publications page, under Nonfiction. 🙂

        Bodhi trees are amazing.

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